Astro-Kompass

Jenseits der Vorstellung

Artemis am Himmel? Mein Versuch mit dem Seestar S50 und N.I.N.A.

Die Artemis-Mission ist für viele Raumfahrtfans ein spannendes Thema. Natürlich kam bei mir schnell die Frage auf, ob man so etwas nicht vielleicht auch selbst mit dem eigenen Equipment verfolgen oder zumindest sichtbar machen kann. Genau das wollte ich ausprobieren.

Der Plan

Die Idee war, mein Seestar S50 nicht nur klassisch über die App zu nutzen, sondern es direkt mit dem PC zu verbinden. Ziel war es, das Teleskop über Alpaca in den Rechner einzubinden und anschließend mit N.I.N.A. zu arbeiten. Damit sollte geprüft werden, ob sich die Position von Artemis ansteuern oder zumindest sinnvoll nachverfolgen lässt.

Die Verbindung selbst funktionierte. Das Seestar wurde am PC erkannt und ließ sich über die Software einbinden. Damit war der erste Schritt geschafft: Das Teleskop war technisch mit dem Rechner verbunden und grundsätzlich ansprechbar.

Der Versuch mit N.I.N.A.

Im nächsten Schritt ging es darum, Artemis überhaupt in eine Form zu bringen, mit der man praktisch arbeiten kann. Die Idee war, die Missionsdaten beziehungsweise die berechneten Positionen zu nutzen, um festzustellen, ob das Objekt von meinem Standort aus sichtbar sein würde.

Dafür wurde ein Script durchgegangen, das die relevanten Sichtbarkeitsdaten auswertet. Genau an dieser Stelle wurde es dann interessant — und zugleich ernüchternd.

Das Ergebnis: Von meinem Standort aus nicht sichtbar

Die Auswertung zeigte, dass Artemis von meinem Standort aus in dem geplanten Zeitraum nicht sinnvoll sichtbar war. Damit war der eigentliche Beobachtungsversuch im Grunde schon entschieden, bevor es überhaupt zu einer echten Aufnahme kommen konnte.

Das ist zwar auf den ersten Blick enttäuschend, aber genau solche Ergebnisse gehören zur Astronomie und Raumfahrtbeobachtung dazu. Nicht jede theoretisch spannende Mission ist automatisch auch praktisch von jedem Ort aus beobachtbar. Faktoren wie Position, Höhe über dem Horizont, Beleuchtung und Beobachtungsfenster spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Techniktest trotzdem erfolgreich

Auch wenn Artemis am Ende nicht beobachtet werden konnte, war der Test trotzdem alles andere als umsonst. Für mich war vor allem spannend zu sehen, dass sich das Seestar S50 tatsächlich mit dem PC verbinden lässt und über Alpaca in eine Software wie N.I.N.A. eingebunden werden kann.

Allein dieser Teil war schon ein interessantes Experiment, weil er zeigt, dass man mit etwas technischem Aufwand deutlich mehr aus dem Seestar herausholen kann als nur die reine Bedienung per App.

Warum solche Versuche trotzdem wichtig sind

Gerade solche Projekte machen für mich einen großen Teil des Reizes aus. Es geht nicht nur darum, am Ende ein perfektes Bild zu bekommen. Oft ist schon der Weg dorthin spannend: Kann die Verbindung hergestellt werden? Lässt sich das Teleskop sauber ansprechen? Stimmen die Daten? Ist das Ziel überhaupt sichtbar?

Auch wenn das Ergebnis in diesem Fall lautete: nicht sichtbar, war der Versuch dennoch erfolgreich — einfach weil er eine klare Antwort geliefert hat.

Ein kleiner Trost: der Mond

Wenn ein geplantes Ziel am Ende nicht erreichbar ist, bleibt der Abend trotzdem nicht verloren. Genau das ist das Schöne an der Astronomie: Es gibt fast immer noch etwas anderes zu entdecken. Deshalb passt ein Mondfoto als Abschluss dieses Beitrags perfekt dazu.

Denn manchmal endet ein Experiment zwar anders als geplant, aber trotzdem mit einem Bild, das sich sehen lassen kann.

Rätselhaftes Blinken nahe Orion – was war das am Himmel?

Manchmal gibt es Himmelsbeobachtungen, die einen nicht mehr loslassen. Genau so ein Fall ist mir vor einiger Zeit passiert. In der Nähe des Orionnebels fiel mir plötzlich ein blinkendes Objekt auf. Zuerst dachte ich noch an eine Täuschung, einen technischen Effekt oder vielleicht etwas ganz Alltägliches. Doch schnell wurde klar: Ich war mit dieser Beobachtung nicht allein.

Die erste Beobachtung

Das auffällige Blinken zeigte sich in der Nähe von Orion, ungefähr im Bereich zwischen Rigel, dem Orionnebel und den umliegenden Sternfeldern. Das Merkwürdige daran war nicht nur das Blinken selbst, sondern vor allem die scheinbar feste Position des Objekts. Um die Beobachtung näher zu prüfen, stellte ich mein Seestar S50 auf und richtete es gezielt auf das Objekt aus. Das folgende Bild entstand dabei.

Screenshot von der Seestar-App

Während sich die Sterne durch die Erdrotation im Bild bewegten, blieb dieser Punkt an derselben Stelle stehen. In meinen Aufnahmen war das deutlich zu sehen. Das Objekt wanderte nicht wie ein Flugzeug durch das Sichtfeld und verhielt sich auch nicht so wie ein typischer Satellit, den man als durchziehenden Lichtpunkt kennt. Stattdessen schien es an einem festen Punkt zu bleiben und in gewissen Abständen aufzuflammen.

Bildschirmaufnahme von der Seestar-App

Das Ganze wiederholte sich

Besonders interessant wurde es am nächsten Abend. Das Objekt war wieder da. Wieder an nahezu derselben Position. Wieder mit diesem auffälligen Blinken.

Spätestens da war für mich klar: Das ist keine zufällige Einzelbeobachtung und auch nicht einfach nur ein kurzer Irrtum im Moment. Natürlich bedeutet das noch nicht, dass gleich etwas völlig Unerklärliches dahintersteckt. Aber es war auffällig genug, um genauer hinzusehen.

Andere haben es ebenfalls gesehen

Nachdem ich meine Beobachtung in der Seestar-Community geteilt hatte, kamen Reaktionen, die das Ganze noch spannender machten. Mehrere Personen berichteten, dass sie ebenfalls ein ähnliches Phänomen gesehen hatten.

Ein Beobachter aus Schleswig-Holstein schrieb sogar, dass er am selben Abend bei den Plejaden ein ähnliches Verhalten bemerkt habe. Auch dort soll nach kurzer Zeit ein blinkendes oder auffälliges Lichtphänomen sichtbar gewesen sein. Andere kommentierten ebenfalls, dass sie das Blinken sehen konnten oder zumindest ähnliche Erscheinungen beobachtet hatten.

Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass überall exakt dasselbe Objekt zu sehen war. Aber es zeigt, dass diese Beobachtung kein isolierter Einzelfall war.

Was könnte das gewesen sein?

Genau an diesem Punkt beginnt der interessante Teil. Denn natürlich stellt sich sofort die Frage: Was war das?

Im Chat wurden verschiedene Möglichkeiten genannt:

1. Spiegelung an einem Satelliten

Eine naheliegende Erklärung wäre ein Satellit, dessen Oberfläche oder Solarpanele das Sonnenlicht in einem bestimmten Winkel reflektieren. Solche kurzen Aufhellungen kennt man grundsätzlich. Wenn das Objekt dabei aus unserer Perspektive scheinbar stationär wirkt, könnte das auf eine besondere Bahnsituation hindeuten.

2. Geostationärer oder hoch stehender Satellit

Einige vermuteten einen geostationären Satelliten oder ein Objekt, das am Himmel nur sehr wenig Eigenbewegung zeigt. Gerade dann könnte ein periodisches Blinken oder Aufleuchten besonders auffallen, während die Sterne im Hintergrund weiterziehen.

3. Technischer oder optischer Effekt

Natürlich muss man auch immer an Aufnahmeeffekte denken: Sensorartefakte, leichte Verwacklungen, Reflexionen oder Eigenheiten der Software. Allerdings wurde das Phänomen nicht nur einmal beobachtet und offenbar auch von mehreren Personen wahrgenommen. Das macht eine rein technische Ursache zumindest weniger eindeutig.

Warum mich das so fasziniert

Ich finde solche Beobachtungen deshalb so spannend, weil sie genau an der Grenze zwischen alltäglicher Erklärung und echtem Rätsel liegen. Sehr oft steckt am Ende etwas völlig Reales und Physikalisches dahinter — ein Satellit, eine Reflexion, ein seltener Betrachtungswinkel. Aber bis man das sicher einordnen kann, bleibt dieses Gefühl von Staunen.

Und genau dieses Staunen ist für mich ein großer Teil der Astronomie.

Nicht immer geht es nur um spektakuläre Deep-Sky-Bilder oder bekannte Objekte wie Orion, Andromeda oder die Plejaden. Manchmal ist es gerade dieses Unerwartete, das eine Beobachtungsnacht besonders macht: ein Lichtpunkt, der nicht ins gewohnte Muster passt, und plötzlich beginnt man zu überlegen, zu vergleichen, zu filmen und mit anderen darüber zu sprechen.

Mein Fazit

Was ich damals gesehen habe, war auf jeden Fall ungewöhnlich genug, um genauer hinzuschauen. Besonders die Kombination aus

  • scheinbar fester Position,
  • wiederkehrendem Blinken,
  • Beobachtung an mehreren Tagen,
  • und weiteren Zeugen

macht den Fall für mich bis heute interessant.

Ob es am Ende ein Satellit, eine Reflexion oder etwas anderes war, lässt sich ohne exakte Bahndaten und genaue Zeitangaben nur schwer sicher sagen. Aber genau solche Erlebnisse zeigen, wie spannend Himmelsbeobachtung sein kann. Selbst dann, wenn man nicht sofort eine fertige Antwort hat.

Vielleicht hast du ja selbst schon einmal etwas Ähnliches beobachtet.

Ich habe etwas gefunden

Ich habe in meinem letzten Artikel erwähnt, dass ich mit dem Programm Tycho Tracker ein wenig ausprobieren möchte, was möglich ist. Ich hatte Erfolg.

Am 20.09.2024 gab es einen Männerabend mit Spielen und ich habe mir gedacht, da ich in der Nähe vom dunkelsten Ort im Havelland war, nahm ich mein Teleskop mit und habe ein paar Galaxien aufgenommen. Es gab an dem Abend eine sternklare Nacht. Der Vollmond ging ein wenig später auf. Ich suchte mir eine Stelle, bei dem das Mondlicht nicht störte. Ich nahm am Abend zwei Galaxien auf. Eine von ihnen war die Galaxie M31, auch Andromeda Galaxie genannt. Das Bild sah am Ende schon sehr gut aus. Am nächsten Tag habe ich mich rangesetzt und das Bild mit Graxpert und Lightroom bearbeitet. Das Ergebnis war für meine Bedürfnisse sehr gut.

Andromeda Galaxie/M31 Seestar S50 (c) Sandro Huxdorf

In einem weiteren Artikel hier auf der Seite habe ich schon leicht beschrieben, wie der Tycho Tracker funktioniert. Ich zeige jetzt einen kleinen Einblick in Tycho Tracker.

Tycho Tacker

Ist das Programm gestartet sieht man nicht viel. Ein Fenster ist geöffnet, in dem wir die FITS Dateien vom Seestar S50 und der Andromeda Galaxie (M31) hineinladen.

Die Bilder müssen zur Weiterbearbeitung gesolved werden.

Ist das erfolgt, müssen alle Bilder stabilisiert werden. Ansonsten springt das Bild ziemlich wild hin und her. Dieser Prozess nennt sich dann Align Image.

 Ist der Prozess beendet, befinden sich keine Daten mehr in dem ersten Fenster und müssen dann vom neuen Ordner wieder eingefügt werden.

Anschließend können die eingefügten Bilder betrachtet werden. Ich habe in diesem Fenster die Bilder wieder so eingestellt, dass die Sterne schwarz dargestellt werden und der Hintergrund grau. Man erkennt dadurch die Sterne besser.

Im nächsten Schritt, können wir bei den Bildern nach fremden Objekten suchen.

Ich habe tatsächlich was gefunden. Als die Daten ausgewertet wurden, befanden sich zwei Asteroiden auf diesem Bild.

In der Animation ist sehr gut zu erkennen, wie sich die Asteroiden bewegen.

Diese sind natürlich nicht neu. Sie befinden sich schon in einem angelegten online Katalog, von vielen Astronomen auf der Welt. Die zwei Asteroiden sind so klein, dass sie nicht auf den Bildern zusehen sind und doch waren sie dort. Ich werde in Zukunft noch viele Galaxien oder fremde Orte vom Sternenhimmel aufnehmen und gespannt schauen, ob ich noch mehr Objekte finde.

Auf der Suche nach Objekte im All

Wer sich schon einmal mehr mit dem All beschäftigt hat, der weiß das das Universum groß ist und viele Objekt dort umher schwirren. Ich fange von vorne an.

Der Film „A Billion Stars“ zeigt im gröbsten, wie man ein Objekt, in diesem fall ein Exo-Planet, mit einem Teleskop sucht. Man stelle sich eine Sonne vor. Vor der Sonne bewegt sich dann ein Planet. Wenn dieser Planet die Sonne kreuzt, wird das Licht der Sonne weniger. Das versuchte einst das Seti Programm mit dem Hubble Teleskop. Dafür gibt es verschiedene Programme mit denen das möglich ist. Das Programm wurde dann am 31.März 2020 eingestellt. Heute macht das gleiche die NASA mit dem Exotic Programm. Das Prinzip ist hier das gleiche. Mein Teleskop ist leider zu klein um Exo-Planeten zu finden.

Es ist aber möglich Meteore oder Asteroiden zu finden. Man lässt das Teleskop mehrere Stunden eine Stelle am Himmel Fotografieren und die angelegten Dateien im Seestar S50, auch FITS genannt, werden dann auf dem PC übertragen und gespeichert. Ich nutze für meine zwecke das Programm Tycho Tracker. Das gibt es zwar kostenlos zum Download, habe mich aber für die Pro Version entschieden. Die FITS Dateien vom Seestar werden Dort hinein geladen und mit dem Image Viwer kann man sich das Bild anschauen. Ich habe es mir eingestellt, dass es als Negativ Bild angezeigt wird. So sieht man die Sterne dann als schwarzen Punkt und der Hintergrund ist weiß. Man erkennt dann besser die bewegenden Meteore oder Asteroiden. Die Bilder müssen aber vorher noch gesolved werden. Das ist eine Bildstabilisierung der ganzen Aufnahme. Anschließend kann man die Bilder wie ein Film ablaufen lassen und schauen ob man etwas findet, was sich bewegt. Das Programm macht dies aber auch Selbst, ohne dass man ewig suchen muss.

Das Programm ist ziemlich komplex und ich habe noch nicht alles ausprobiert. Werde es auf jeden Fall weiter testen und schauen ob ich ein Objekt finden, bei dem sich ein Planet vor die Sonne bewegt.

Seid also gespannt, da wird auf jeden fall noch mehr kommen und werde euch dann davon berichten.

Polarlichter in Deutschland

Wer sich schon einmal gesagt hat „Oh wie gerne würde ich einmal Polarlichter sehen“, der kann das ab und zu auch in Deutschland. Es gibt die App Polarlicht mit der man schauen kann, ob es in Deutschland zu Polarlichter kommt oder nicht. Dort gibt es die KP anzeigen. Ab 5.0 ist die Möglichkeit sehr hoch welche zu sehen.

Ich habe schon dreimal in meiner Umgebung das Glück gehabt Polarlichter zu sehen. Ich war ziemlich aufgeregt und begeistert davon. Manche sieht man mit dem bloßen Auge und bei manchen braucht man dazu eine Kamera mit Langzeitbelichtung um diese sichtbar zu machen. Wenn sie nicht ganz sichtbar sind, sehen sie aus wie wandernde Wolken die leicht leuchten. Der himmel sieht zudem leicht rot aus.

Polarlicht in meiner Region

Im August 12.-13.08.2024 zur Perseiden Zeit (Sternschnuppen), kamen die nächsten Polarlichter. Dort sah es am Himmel aus, als würden Säulen am Himmel stehen.

Polalrlicht in meiner Region

Die Säulen hat man sehr gut erkannt. Doch sie sahen aus wie Wolken und man musste mit dem Smartphone eine Langzeitbelichtung erstellen um diese richtig sehen zu können.

Es werden definitiv nicht die letzten Polarlichter gewesen sein. Die Sonne ist sehr aktiv und wenn man Glück hat, sieht man sie auch weit im Südlichen Deutschland.

Das Seestar S50 von ZWO

Ich bin jetzt doch einen Schritt weiter gegangen und habe mir das Smartteleskop Seestar S50 von ZWO geholt. Erst war ich skeptisch und habe mir viele Berichte von diesem Teleskop angeschaut. Der Preis lag in Deutschen Shops bei kanpp 650 – 700€. Ist also doch wieder eine Menge Geld was ins Hobby fießt. Da ich gerne den Mond Fotografiere und die Bilder gut aussahen, Hab ich mir dieses Teleskop bestellt. Natürlich nicht im deutschen Shop, sondern direkt beim Händler. Dort war es 200 Euro Günstiger. Dazu kamen aber noch Zollgebühren von 124€. Die Lieferung erfolgte sehr schnell.

Die ersten Tests

Das Teleskop ist sehr kompackt und klein. Es kam mit einem Koffer aus Styropor, ein Sonnenfilter, um die Sonne zu fotografieren und ein kleines Stativ. Es wird mit der Seestar App auf dem Tablett oder Smartphone gesteuert. Dazu lädt man sich im Play-Store oder App-Store die App Seestar herunter und verbindet dann das Teleskop. Ich wartete auf eine klare Nacht und wollte es unbedingt ausprobieren.

Endlich war es Soweit und ich konnte die ersten Bilder damit machen, die ich euch nicht enthalten möchte.

Mond mit dem Seestar S50 (C) Sandro Huxdorf
Sonne mit dem Seestar S50 (C) Sandro Huxdorf
Orion-Nebel mit dem Seestar S50 (C) Sandro Huxdorf
Die Plejaden mit dem Seestar S50 (C) Sandro Huxdorf

Der Orinon-Nebel und die Plejaden werden mit mehreren Bildern die das Seestar macht zusammengeführt (Staken). Das macht die App direkt nach jedem Bild. Ihr seht unten rechts bei den Bildern eine Zeit. Das Teleskop hat alle 10 Sekunden Bilder gemacht und das 18 Minuten oder 6 Minuten lang.

Ich bin gespannt was mich mit diesem Teleskop alles noch erwartet und freue mich auf neue Abenteuer mit dem Seestar S50.

Die Berechnungen vom Meteor 2024 BX1

Nach einer Woche, nachdem der Meteorit 2024 BX1 auf die Erde fiel, wurden mehrere Einschlagspositionen ausgemacht. Aber fangen wir noch einmal bei den Berechnungen von mir an.

Ich hatte mir, wie im Beitrag davor, eine Karte mit Linien angefertigt. Nachdem ich im Internet nach anderen brauchbaren Videos oder Bildern suchte, hatte ich einen Hobby Astronom aus dem Spreewald gefunden, der ein gutes Bild von 2024 BX1 hatte.

Credit: Tobias Felber

Ich Kontaktierte ihn und fragt welche Position die Kamera hatte und welches Gebäude auf dem Foto zusehen war. Ich bekam schnell eine Antwort und konnte mir dann noch eine Linie ziehen. Auf der Suche nach Videos bei YoutTube, fand ich noch ein brauchbares Video vom Astromuseum in Sonneberg. Ich konnte mir noch eine Linie ziehen. Ich hatte jetzt 4 Linien, die ich in Richtung der Fallposition des Meteoriten ziehen konnte. Ich hatte eine neue mögliche Absturzstelle ausgemacht.

Erstellt in Google Earth: grüne Makierung ist die gesehen Richtung von mir

Nach einem Tag bekam ich eine Mail vom Hobby-Astronom aus dem Spreewald. Er schickte mir ein Link zu einer Tschechischen Seite, bei dem andere Astronomen die Fallrichtung und die Streuung des Meteoriten berechnet haben. Sie hatten die Daten, aus welcher höhe der Meteorit in die Atmosphäre kam, wann er aufgehört hatte zu leuchten und die Neigung der Fallrichtung. Nach den Bilder konnte ich für mich sagen, meine eingezeichnete Linie war auf 100m richtig. Nach Recherche im Internet fand ich diese Seite dann auf Englisch.

Es Wurde interessant, weil sie den Wind mit einberechnet hatte. Die neue Position war jetzt Südlich zwischen Ribbeck und Berge. Ein Kumpel und Ich haben geschrieben und sind zu dem Entschluss gekommen das es passen könnte, dass der Meteor dort eingeschlagen ist.

Von anderen hörte ich, dass bei Ribbeck viele Leuten unterwegs waren, die dort alle auf dem Acker nach Reste des Meteor’s gesucht haben. Am Donnerstag kam die Meldung das Polnische Sucher ein Stück von ihm gefunden haben sollen.

https://www.bz-berlin.de/berlin/polnische-forscher-wollen-asteroiden-teile-gefunden-haben

Ich schaute mir Bilder davon an und dachte mir „Der sieht aus wie ein Stück Betonstein, der auseinander geschlagen wurde. Für mich fehlte die dunkle Schmelzkruste. Lutz Hecht vom Museum von Naturkunde in Berlin meinte, dass es sich um ein Meteoriten handeln könnte. Dies wird sich aber erst im Labor zeigen, ob es sich um ein Stück vom Meteor 2024 BX1 handelt.

Niemand weiß ob Stücke vom Meteor 2024 BX1 auf die Erde gefallen sind. Die neuen Meldungen müssen trotz allem mit Vorsicht betrachtet werden. Wir warten die nächsten Tage oder Wochen ab, ob es sich dann um gefunden stücke handelte oder nicht.

Beste Grüße, Sandro

Asteroid/Meteor über dem Havelland

Ein Spektakel folgt nach dem anderen. Ich war am Samstag den 20. Januar bei einem Bekannten in Sachsen-Anhalt. Wir hatten ein gemütlichen Abend. Haben viel erzählt und haben nebenbei noch ein wenig Musik gemacht. Als ich gegen 1:15 von ihm losgefahren bin und auf der Straße Richtung Heimat war, leuchtete dann der Himmel grünlich auf. Erst dachte ich es wäre ein kleines Gewitter. Aber dann wurde es heller. Ich schaute dann über mein Lenkrad und sah ein Meteor der zerbrochen ist. Zu sehen waren dann viele kleine zerbrochene Stücke die am Himmel verglühten. Ich dachte mir einfach, „mensch das hab ich noch nicht erlebt“. Gemütlich mit guter Musik fuhr ich nach hause und ging dann ins Bett. Am nächsten Morgen scrollte ich dann durch mein Handy und sah dann die Nachricht, dass ein Asteroid/Meteor in der Nacht in der nähe von Berlin eingeschlagen sein soll. Ich las mir den Artikel durch und war dann angefixt mehr darüber zu wissen und fand dann ein Artikel in dem stand, dass die NASA den Einschlagsort vorher berechnet hatte und bei meinem Ort einschlagen sollte. Nach dem frühstück habe ich dann ein Kumpel geschrieben ob wir zusammen nach einem Meteorstück suchen wollten.

Anhand von meiner Position hatte ich einen Anhaltspunkt in welcher Richtung dieser geflogen ist. Ich nahm mir dann noch das Video von Leipzig und zog mir noch eine Linie. ich hatte dadurch einen gekreuzten punkt wo dieser eingeschlagen sein könnte. 

Wir machten uns also auf die Suche mit dem Fahrrad. Als wir den Bereich erreichten stellten wir schnell fest, dass es nicht leicht sein würde, ein Meteor stück zu finden. Überall waren Maulwurfshügel und hohes Grass. Wir machten uns dennoch auf der Suche und schauten ob wir irgendwelche Auffälligkeiten sehen würden. wir waren ca. eine Stunde unterwegs und habe es dann aufgegeben. Es war als suchten wir eine Nadel im Heuhaufen der so groß ist wie ein Fußballfeld. Wir fuhren dann zurück und machten dabei unsere Späße. 

Am Nachmittag war in unserem Dorf Presse und Fernsehen. Mit einem Bekannten aus unserem Dorf führten wir dann einigen Interviews mit den Leuten und sprachen über das was wir sahen. 

kurzer Beitrag vom RBB

In den Medien steht, das Suchtrupps kommen und dieses Stück vom Meteor suchen wollen. Na allzeit gute Suche dachte ich mir. Das gebiet ist ziemlich groß und bin mir nicht sicher, ob andere genau wissen wo sie suchen sollen. 

Das zeigt, wie schnell etwas passieren kann und wir nicht rechtzeitig gewarnt werden können. Dieser soll bei Eintritt in der Atmosphäre 1m groß gewesen sein. Dadurch eben auch schwer im Weltraum zu finden. In unserem Ort direkt ist dieser nicht eingeschlagen. Das Stück, wenn es eingeschlagen ist, muss also außerhalb von unserem Dorf eingeschlagen sein. 

Wenn das Wetter besser wird und ein wenig wärmer ist, werde ich mich zu meiner markierten stelle auf die suche machen.

Welche Kamera ist für meine Zwecke die beste!

Ich habe damals angefangen, mit mein Papas alter Videokamera zu Filmen und war als Kind schon begeistert davon. Später kaufte ich mir einen kleinen Camcorder und probierte mich ein wenig aus. Schnelle Filmszenen nachzustellen und vieles mehr. Als Kind hat man leider nicht die Mittel, an Großen heranzukommen. Ich bekam als Kind auch ein einfaches Teleskop und schaute mir den Mond an und war begeistert davon. Irgendwann später kaufte ich mir meine erste Spiegelreflexkamera, mit der ich dann die ersten Sterne aufgenommen habe. Dazu zählte auch das Aufnehmen von Sternschnuppen.

Dieses Bild entstand bei den Aufnahmen von Sternschnuppen 2018

Ich bin ehrlich. Ich habe keine auf die Kamera bekommen. Zudem versuchte ich dann die Kamera mit Adaptern an mein altes Teleskop anzustecken. Die Qualität war aber sehr ernüchternd. Nun bin ich älter und die Technik schreitet voran. Ich besitze ein iPhone und das macht zum Teil bessere Bilder als meine Spiegelreflexkamera Canon EOS 600D.

Das Bild entstand mit dem iPhone 14 Pro

Ich komme zurück zu dem blinkenden Objekt, was ich sah. Ich habe das vor Jahren, bevor Elon Musk seine Starlink Satelliten ins All geschossen hat, gesehen und habe mich erschrocken, wie das sein konnte. Ich hatte dafür keine Erklärung. Auf meiner Arbeit erzählte mir meine Kollegin, dass sie so etwas auch schon sah und konnte sich das nicht erklären. Daher suche ich für mich eine Kamera, um so etwas noch einmal zu filmen. Ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass ein solches Licht erschienen ist.

Mein Camcorder war eindeutig zu klein und zu günstig, um ein Nachtvideo aufzunehmen. Mit der Canon EOS 600D wurde es nicht heller. Auch nicht mit dem Tool „Magic Lantern“, was ich auf meiner Canon Kamera installieren konnte. Also suche ich nach einer Kamera, die nachts das Licht perfekt aufnehmen kann. Sie darf bei Nachtaufnahmen nicht viel Rauschen enthalten. Ich habe mir zwei Kameras angeschaut. Es ist die Sony a7s ii und die Sony FX30.

Sony a7s ii
Sony FX30

Beide haben bei den Nachtaufnahmen ein gewisses Rauschen in dem Video. Doch bei den Kameras kann man in der Nacht besser etwas erkennen, als bei meiner Canon Kamera. Leider ist das Budget begrenzt und ich muss schauen, was es für Kameras gibt und die für mich bezahlbar sind. Zusätzlich benötige ich ein Objektiv, was viel Licht hineinlässt wie möglich.
Für später überlege ich mir ein Teleobjektiv zu kaufen, um den Mond zu filmen. Natürlich ist es faszinierend, wenn man andere Galaxien fotografieren kann. Aber ich bleibe doch etwas in der Nähe, beim Mond. Selbst dieser ist schon atemberaubend. Gerade der Halbmond zeigt seine großen Krater, die er hat.

Bild: www.sterngucker.de

Ich bin gespannt was mich auf meiner neuen reise, die Sterne und den Mond zu filmen, alles aufregende erwartet.

Bis dahin, Sandro

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