Jenseits der Vorstellung

Schlagwort: Asteroid im Havelland

Ein ungewöhnliches Leuchten am Abendhimmel – SpaceX über Deutschland

Am 11. Januar gab es am Abendhimmel ein Schauspiel, das man nicht alle Tage sieht. Zwischen den Sternen tauchte plötzlich ein helles, milchig leuchtendes Gebilde auf. Es wirkte fast wie eine kleine Wolke, die von innen heraus strahlt. Auf meinem Foto ist gut zu erkennen, wie sich das Licht in der klaren Abenddämmerung vom blauen Himmel abhebt. Für einen Moment sah es beinahe so aus, als würde sich dort oben etwas öffnen oder langsam auseinanderziehen.

Der Grund für dieses Himmelsphänomen war sehr wahrscheinlich eine Falcon-9-Rakete von SpaceX. Am 11. Januar 2026 startete SpaceX die Mission „Twilight“ von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Die Falcon 9 brachte dabei mehrere Nutzlasten in eine sonnensynchrone Umlaufbahn. Auch Planetarien und Beobachterberichte ordneten das später als Erscheinung einer Falcon-9-Raketenstufe ein, vermutlich im Zusammenhang mit einem Deorbit-Manöver beziehungsweise dem Ablassen von Treibstoff.

Solche Erscheinungen entstehen, wenn eine Raketenstufe in großer Höhe Treibstoff oder Gase ablässt. Durch die Rotation der Stufe verteilt sich das Material spiralförmig oder wolkenartig im All. Wird diese Wolke dann noch von der Sonne beleuchtet, während es am Boden bereits dämmert oder dunkel ist, entsteht dieses helle, fast geisterhafte Leuchten. Genau dadurch wirken diese Erscheinungen oft wie eine Qualle, Spirale oder künstliche Wolke am Himmel.

Besonders faszinierend war, dass dieses Schauspiel mit bloßem Auge sichtbar war. Es war kein klassisches astronomisches Objekt wie ein Planet, ein Komet oder ein Meteor, sondern ein menschengemachtes Ereignis im erdnahen Raum. Trotzdem hatte es etwas sehr Beeindruckendes: Die Sterne waren bereits sichtbar, der Himmel war tiefblau, und mitten darin erschien plötzlich dieses helle Leuchten.

Für mich war es ein besonderer Moment, weil solche Ereignisse meist unerwartet kommen. Man schaut zufällig nach oben oder ist gerade mit der Kamera draußen – und plötzlich passiert etwas, das man so schnell nicht vergisst. Das Foto zeigt diesen Augenblick sehr schön: unten die vertraute Umgebung mit Bäumen, Dach und Schornstein, darüber der klare Himmel, und mittendrin dieses ungewöhnliche Licht einer Raketenstufe.

Solche Beobachtungen zeigen, wie spannend der Himmel auch abseits klassischer Astronomie sein kann. Nicht immer sind es nur Mond, Planeten, Sterne oder Nebel, die den Blick nach oben lohnenswert machen. Manchmal ist es auch moderne Raumfahrt, die für ein paar Minuten ein beeindruckendes Schauspiel über unseren Köpfen erzeugt.

Die Berechnungen vom Meteor 2024 BX1

Nach einer Woche, nachdem der Meteorit 2024 BX1 auf die Erde fiel, wurden mehrere Einschlagspositionen ausgemacht. Aber fangen wir noch einmal bei den Berechnungen von mir an.

Ich hatte mir, wie im Beitrag davor, eine Karte mit Linien angefertigt. Nachdem ich im Internet nach anderen brauchbaren Videos oder Bildern suchte, hatte ich einen Hobby Astronom aus dem Spreewald gefunden, der ein gutes Bild von 2024 BX1 hatte.

Credit: Tobias Felber

Ich Kontaktierte ihn und fragt welche Position die Kamera hatte und welches Gebäude auf dem Foto zusehen war. Ich bekam schnell eine Antwort und konnte mir dann noch eine Linie ziehen. Auf der Suche nach Videos bei YoutTube, fand ich noch ein brauchbares Video vom Astromuseum in Sonneberg. Ich konnte mir noch eine Linie ziehen. Ich hatte jetzt 4 Linien, die ich in Richtung der Fallposition des Meteoriten ziehen konnte. Ich hatte eine neue mögliche Absturzstelle ausgemacht.

Erstellt in Google Earth: grüne Makierung ist die gesehen Richtung von mir

Nach einem Tag bekam ich eine Mail vom Hobby-Astronom aus dem Spreewald. Er schickte mir ein Link zu einer Tschechischen Seite, bei dem andere Astronomen die Fallrichtung und die Streuung des Meteoriten berechnet haben. Sie hatten die Daten, aus welcher höhe der Meteorit in die Atmosphäre kam, wann er aufgehört hatte zu leuchten und die Neigung der Fallrichtung. Nach den Bilder konnte ich für mich sagen, meine eingezeichnete Linie war auf 100m richtig. Nach Recherche im Internet fand ich diese Seite dann auf Englisch.

Es Wurde interessant, weil sie den Wind mit einberechnet hatte. Die neue Position war jetzt Südlich zwischen Ribbeck und Berge. Ein Kumpel und Ich haben geschrieben und sind zu dem Entschluss gekommen das es passen könnte, dass der Meteor dort eingeschlagen ist.

Von anderen hörte ich, dass bei Ribbeck viele Leuten unterwegs waren, die dort alle auf dem Acker nach Reste des Meteor’s gesucht haben. Am Donnerstag kam die Meldung das Polnische Sucher ein Stück von ihm gefunden haben sollen.

https://www.bz-berlin.de/berlin/polnische-forscher-wollen-asteroiden-teile-gefunden-haben

Ich schaute mir Bilder davon an und dachte mir „Der sieht aus wie ein Stück Betonstein, der auseinander geschlagen wurde. Für mich fehlte die dunkle Schmelzkruste. Lutz Hecht vom Museum von Naturkunde in Berlin meinte, dass es sich um ein Meteoriten handeln könnte. Dies wird sich aber erst im Labor zeigen, ob es sich um ein Stück vom Meteor 2024 BX1 handelt.

Niemand weiß ob Stücke vom Meteor 2024 BX1 auf die Erde gefallen sind. Die neuen Meldungen müssen trotz allem mit Vorsicht betrachtet werden. Wir warten die nächsten Tage oder Wochen ab, ob es sich dann um gefunden stücke handelte oder nicht.

Beste Grüße, Sandro

Asteroid/Meteor über dem Havelland

Ein Spektakel folgt nach dem anderen. Ich war am Samstag den 20. Januar bei einem Bekannten in Sachsen-Anhalt. Wir hatten ein gemütlichen Abend. Haben viel erzählt und haben nebenbei noch ein wenig Musik gemacht. Als ich gegen 1:15 von ihm losgefahren bin und auf der Straße Richtung Heimat war, leuchtete dann der Himmel grünlich auf. Erst dachte ich es wäre ein kleines Gewitter. Aber dann wurde es heller. Ich schaute dann über mein Lenkrad und sah ein Meteor der zerbrochen ist. Zu sehen waren dann viele kleine zerbrochene Stücke die am Himmel verglühten. Ich dachte mir einfach, „mensch das hab ich noch nicht erlebt“. Gemütlich mit guter Musik fuhr ich nach hause und ging dann ins Bett. Am nächsten Morgen scrollte ich dann durch mein Handy und sah dann die Nachricht, dass ein Asteroid/Meteor in der Nacht in der nähe von Berlin eingeschlagen sein soll. Ich las mir den Artikel durch und war dann angefixt mehr darüber zu wissen und fand dann ein Artikel in dem stand, dass die NASA den Einschlagsort vorher berechnet hatte und bei meinem Ort einschlagen sollte. Nach dem frühstück habe ich dann ein Kumpel geschrieben ob wir zusammen nach einem Meteorstück suchen wollten.

Anhand von meiner Position hatte ich einen Anhaltspunkt in welcher Richtung dieser geflogen ist. Ich nahm mir dann noch das Video von Leipzig und zog mir noch eine Linie. ich hatte dadurch einen gekreuzten punkt wo dieser eingeschlagen sein könnte. 

Wir machten uns also auf die Suche mit dem Fahrrad. Als wir den Bereich erreichten stellten wir schnell fest, dass es nicht leicht sein würde, ein Meteor stück zu finden. Überall waren Maulwurfshügel und hohes Grass. Wir machten uns dennoch auf der Suche und schauten ob wir irgendwelche Auffälligkeiten sehen würden. wir waren ca. eine Stunde unterwegs und habe es dann aufgegeben. Es war als suchten wir eine Nadel im Heuhaufen der so groß ist wie ein Fußballfeld. Wir fuhren dann zurück und machten dabei unsere Späße. 

Am Nachmittag war in unserem Dorf Presse und Fernsehen. Mit einem Bekannten aus unserem Dorf führten wir dann einigen Interviews mit den Leuten und sprachen über das was wir sahen. 

kurzer Beitrag vom RBB

In den Medien steht, das Suchtrupps kommen und dieses Stück vom Meteor suchen wollen. Na allzeit gute Suche dachte ich mir. Das gebiet ist ziemlich groß und bin mir nicht sicher, ob andere genau wissen wo sie suchen sollen. 

Das zeigt, wie schnell etwas passieren kann und wir nicht rechtzeitig gewarnt werden können. Dieser soll bei Eintritt in der Atmosphäre 1m groß gewesen sein. Dadurch eben auch schwer im Weltraum zu finden. In unserem Ort direkt ist dieser nicht eingeschlagen. Das Stück, wenn es eingeschlagen ist, muss also außerhalb von unserem Dorf eingeschlagen sein. 

Wenn das Wetter besser wird und ein wenig wärmer ist, werde ich mich zu meiner markierten stelle auf die suche machen.

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